Dönerbuden“, Hannover 2008, Projekt: STADTMACHTKUNST, 67 Fotos
Mainz 2002, 27 Fotos, je Foto 130 x 180 mm

Seit den 80er Jahren haben die Gastarbeiter in Deutschland, heute Migranten genannt, realisiert, dass sie nicht in ihre Heimat zurückkehren werden. Um eine eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit in der Fremde zu erlangen, ohne aber die eigenen Wurzeln zu verlieren, begannen sie in Deutschland eine Idee umzusetzen, die heute als „Dönerbude“ bekannt ist.

Die folgenden Arbeiten entstanden 2002 in Mainz und 2008 in Hannover aufgrund von markierten Stadt-Karten. Jede Markierung entsprach einem „Dönerbuden“- Standort. Ich übertrug diese Stellen jedoch ohne den Hintergrund der Karte, indem ich auf der Ausstellungswand an jedem Standort der Buden ein Foto aufhängte. Einzig diese Bilder verwiesen durch ihren Abstand zueinander auf die jeweilige Stadt und ließen diese somit neu erscheinen, ein spezielles Stadt-Bild entstand. Es wurde zum Zeichen der Migration, sowie der sozialen und wirtschaftlichen Integration.

(english)

Since the 80’s, guest workers in Germany, today known as migrants, realised that they won’t go back to their homeland. To get economic independence in the foreign country without loosing their origins they started to adopt the idea of the „Dönerbude“ in Germany.

2002 in Mainz and 2008 in Hannover, these works of art emerged from a map where I marked the places of all „Dönerbuden“ I have found and which I have documented by taking photos of them. I transformed those marked city maps by hanging every photo of the „Dönerbuden“ up on a plain wall. Just the distance between the photos and the pictures themselves indicate the city, now seen differently. They become a sign of migration and social and economic integration. So often, the name of the „Dönerbude“ combines a Turkish and a German word.

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