Plakatwand, 2011

Viel Platz für alles – und für alle: Während der Dauer von PLAYING THE CITY 3 stellt der in Frankfurt lebende Künstler LEVENT KUNT eine weiße Plakatwand in der Frankfurter Innenstadt auf. KUNTS Wand erinnert an temporäre Aufsteller vor politischen Wahlen oder an Bauzäune und bietet die Chance, alle möglichen Formen von Kunst – auch von sonst verbotener – im öffentlichen Raum zu präsentieren.

Weiß gestrichene Holzpanelen zu einer 12 Meter langen Fläche nebeneinander aufgestellt und frei im Raum positioniert, so minimalistisch stellt sich die „Plakatwand“ betitelte Arbeit von Levent Kunt den Passanten auf dem Rathenauplatz in den Weg. Assoziationen an brustgeschwellte Metallskulpturen von Richard Serra entgleisen vor den billigen Baumarktmaterialien und dem unverhüllten Wesen eines Bauzauns. Die weiß getünchte Oberfläche kann sowohl als Monochromie als auch als Grundierung verstanden werden, die weiter bearbeitet wird und nach einem prozessualen Gesamtwerk Ausschau hält. Kunt geht es um das Schaffen einer Situation, nicht eines fertigen Zustands. „Meine Arbeiten“, so der Künstler, „beziehen sich auf soziale Prozesse, greifen aber nicht konkret in sie ein. Die Plakatwand ist am ehesten mit dem social turn assoziierbar, da die Passanten möglicherweise zu Aktiven werden, die diese Wand dazu benutzen, etwas auf sie zu schreiben, zu kleben usw. […] Es ist wie in der Demokratie: Jeder darf sich äußern.“

Schirn Kunsthalle

(english)

In Frankfurt at "Playing the City 3" a placard wall is installed to give the visitors the chance to try „wild styles“ and forbidden types of art in a public space. The visitors are becoming a part of the work of art by the interaction between placard wall and the viewers/designers.

link to the project:
http://www.playingthecity.de/gib-der-leere-einen-sinn/

Playing the City 3
: Playing the City 3


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Playing the City 3
: Playing the City 3